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06|11

Die unerschrockenen Kanuten

Gegen Mittag erreichten wir die erste Schleuse. Am Anleger wurde erstmal gevespert. Außerdem nutzten wir die Gelegenheit um uns ein wenig im Fluss abzukühlen. Nach der Pause durften wir dann in die Schleuse. War gar nicht so einfach, die sperrigen Kanus in das winzige Becken zu manövrieren 😉 Doch auch diese Aufgabe mesterten wir mit Bravour. Die weitere Fahrt verlief, abgesehen von einsetzenden Ermüdungserscheinugnen („Sind wir bald da?!? Ich kann nicht mehr“), relativ ruhig. Hin und wieder kreutzen große Frachter und kleine Freizeitboote unseren Weg. Alle zu Faul, zum selber paddeln 🙂 Nachmittags verpassten wir beinahe unseren Zeltplatz („Wir müssen noch 5km! … Oh, Moment, hier könnte es sein…“) Hier wurden dann auch die letzten wasserscheuen Landratten versenkt. Nachdem die Boote gesichert und die Tippis verteilt waren stürmten wir den nahegelegenen Supermarkt. Später kümmerten sich ein paar ums Essen, der Rest versuchte sich an der Slackline. Abends gabs dann noch einen Geburtstagskuchen samt Ständchen für den Lukas. Die Nacht wurde dann aber nicht mehr allzu lang, da die zurückliegende Etappe doch zu spüren war.

Am nächsten Morgen gab es ein leckeres Frühstück am Flussufer. Dann wurden auch schon die Boote beladen und weiter gings. Wir durften Peters spektakuläre Strohutrettungsaktion erleben und trafen einige lustige DLRGler, die uns mit ihrem Schnellboot ordentlich durchschaukelten. Außerdem reagierte endlich mal ein Binnenschiffer und zog das Schiffshorn als wir vorbeifuhren. Attraktionen des heutigen Tages: Zwei weitere Schleusen und das AKW Obrigheim. Nachmittags zog der Himmel etwas zu, was unsern geschundenen Nacken und Schultern sicherlich nicht schadete. Wir mussten außerdem feststellen, dass die Tour offensichtlich zu kurz war, da wir gegen Ende immer noch genug Energie für eine heißes Wettrennen hatten. Tja, im Eifer des gefechts haben wir dann natürlich auch die Aussteigsstelle um einige hundert Meter verfehlt. Es geht doch nichts über einen guten Navigator 😉 Als Belohnung für unsere Strapazen spendierte uns der Himmel eine Abkühlung. Nachdem die Kanus wieder verladen waren machten wir uns auch schon auf den Heimweg. Nach einigen Differenzen am Bahnhof gelang es uns doch noch einen Zug Richtung Karlsruhe zu erwischen.
Strittig blieb bis zuletzt die Frage der Bootsbesetzung. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund durften wir nie ein reines Männerboot umsetzen 🙂

Am Ende lässt sich das Wochenende, trotz ein paar „Kinderkrankeiten“, als voller Erfolg verbuchen. Uns hat es sehr gut gefallen und für nächstes Jahr ist auf jeden Fall eine Fortsetzung geplant.

Hier gibts jetzt noch einige Bilder.